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Wie funktioniert die städtische Wasseraufbereitung?

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Die städtische Wasseraufbereitung ist ein wichtiger Bestandteil der Trinkwasserversorgung vor Ort. Die Versorgungsunternehmen sind dafür verantwortlich, Trinkwasser gemäß den geltenden gesetzlichen Anforderungen bereitzustellen. Bevor das Wasser am Wasserhahn verfügbar ist, durchläuft es verschiedene Aufbereitungsstufen. Dabei kommen unter anderem Verfahren zur Filtration und Aufbereitung zum Einsatz.

Das Wasser durchläuft mehrere Prozessschritte, um die Anforderungen an Trinkwasser zu erfüllen. Die Versorgungsunternehmen bereiten das Wasser außerdem so auf, dass seine Qualität auf dem Weg in Wohnhäuser und Büros erhalten bleibt. Wenn wir ein Glas Wasser aus dem Hahn zapfen, erwarten wir eine hohe Trinkwasserqualität. Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Ihre örtliche Wasserversorgung funktioniert und welche Schritte das Wasser durchläuft, bevor es bei Ihnen ankommt?

Warum muss Wasser aufbereitet werden?

Örtliche Wasserversorger beziehen ihr Wasser unter anderem aus Grund- und Quellwasser. Je nach Herkunft und den geologischen Gegebenheiten kann das Rohwasser verschiedene natürliche oder vom Menschen beeinflusste Stoffe enthalten, die im Rahmen der Wasseraufbereitung berücksichtigt werden.

Zu den Grundwasserquellen zählen Grundwasserleiter sowie unterirdische Wasservorkommen (Aquifere). Dort sammelt sich Niederschlagswasser, nachdem es durch verschiedene Boden- und Gesteinsschichten gesickert ist. Auf diesem Weg kann das Wasser Stoffe aus seiner Umgebung aufnehmen.

Die deutsche Trinkwasserverordnung legt Anforderungen an die Qualität von Trinkwasser fest und definiert Grenzwerte sowie weitere Vorgaben für die Trinkwasserversorgung.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, wird das Wasser in den Wasserwerken aufbereitet und regelmäßig kontrolliert. Gleichzeitig beschäftigen sich Behörden, Wasserversorger und Forschungseinrichtungen fortlaufend mit Themen wie mikrobiologischen Belastungen, Nitratwerten oder Rückständen von Arzneimitteln in der Umwelt. Weitere Informationen finden Sie beispielsweise zu E.-coli-Vorkommen, Nitrat im Grund- und Trinkwasser sowie Arzneimittelrückständen in der Umwelt.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes können verschiedene Arzneimittelwirkstoffe in der Umwelt nachgewiesen werden. Dazu zählen unter anderem Wirkstoffe aus Bereichen wie Schmerzmittel, Blutdruckmedikamente oder Antibiotika.

Wie wird Wasser aufbereitet?

Unser Trinkwasser durchläuft einen rigorosen Aufbereitungsprozess, bei dem alle Substanzen entfernt werden, die eine Gefahr für unsere Gesundheit darstellen könnten. Dieser Aufbereitungsprozess umfasst vier Stufen, die das Wasser trinkbar machen.

1. Koagulation und Flockung

Im ersten Schritt werden Chemikalien verwendet, die sich mit anderen chemischen Stoffen im Wasser verbinden. Dadurch werden die Partikel gebündelt und bei der anschließenden Filterung besser greifbar.

2. Sedimentation

Partikel sind schwerer als Wasser, daher setzen sie sich während der Sedimentation auf dem Boden ab.

3. Filterung

Nach dem Absinken der Partikel wird das restliche klare Wasser durch Sand-, Kies- oder Kohlefilter geleitet, um gelöste Bestandteile, wie Parasiten, Bakterien, Viren und giftige Chemikalien zu entfernen.

4. Desinfektion

Die letzte Stufe der Wasseraufbereitung ist die Desinfektion mit Chlor, Ozon oder UV-Licht. Dieser Prozess entfernt nicht nur die verbliebenen Krankheitserreger, sondern hält das Wasser auf dem Weg durch die Leitung sauber.

Vorteile und Nachteile der Wasseraufbereitung

Auch wenn alle kommunalen Wasserversorger einen Standardaufbereitungsprozess nutzen, kann es regional unterschiedliche Aufbereitungsstufen geben. Zum Beispiel benötigt Oberflächenwasser ein höheres Maß an Koagulation, Sedimentation und Filtration als Grundwasser, da Wasser aus Seen, Flüssen und Bächen eher Sedimente (Bodensatz aus Schwebstoffen) und einen höheren Grad an Verunreinigungen enthält als das bereits natürlich gefilterte Grundwasser.

Auch eine Desinfektion ist erforderlich, um sicheres Trinkwasser zu gewährleisten. Typischerweise werden zur Desinfektion Chlor, Chloramine, Ozon oder ultraviolettes Licht verwendet.

Chlor eliminiert effizient mikrobielle Krankheitserreger, weshalb manche Wasseraufbereitungsanlagen auch Chlor als Desinfektionsmittel verwenden. Verbraucher mögen jedoch weder den Geruch noch den Geschmack von chloriertem Wasser. Studien deuten zudem darauf hin, dass Nebenprodukte der Chlordesinfektion das Krebsrisiko um bis zu 93% erhöhen könnten.

Die mit Chlor verbundenen Risiken haben Versorger dazu veranlasst, sich nach alternativen Desinfektionsmitteln umzusehen. So wird oft Ozon statt Chlor zur Entfernung von Krankheitserregern im Wasser eingesetzt. Chlor ist jedoch nach wie vor manchmal erforderlich, da Ozon das Wasser im Leitungsnetz nach der Aufbereitung nicht schadstofffrei halten kann.

Eine weitere Desinfektionsmöglichkeit ist ultraviolettes Licht: Das durch eine Lampe erzeugte UV-Licht kann Viren und Bakterien ebenfalls vernichten.

Ist die Wasseraufbereitung immer erfolgreich?

Die Trinkwasserqualität hierzulande gilt im internationalen Maßstab als sehr hoch. Da die vorgeschriebenen Routinekontrollen des Trinkwassers nicht alle potentiell gefährlichen Stoffe erfasst, besteht auch in Deutschland immer ein gewisses Risiko von kontaminiertem Leitungswasser. Skandale wie der um die Belastung des lokalen Trinkwassers durch die Chemikalie PFOA in Altötting verdeutlichen diese Gefahr. Ein Umwelt-Gutachten hatte 2018 festgestellt, dass das Grundwasser im Raum Altötting über Jahrzehnte die von der Trinkwasserkommission vorgegebenen Leitwerte überschreiten wird.

Wasserspender mit integrierten Hygiene- und Filtertechnologien

Wasserspender können die Trinkwasserversorgung durch zusätzliche Filter- und Hygienietechnologien ergänzen. Sie nutzen verschiedene Verfahren zur Wasseraufbereitung und stellen Trinkwasser direkt am Nutzungsort bereit.

Dazu gehört unter anderem die Aktivkohlefiltration, die zur Reduzierung bestimmter geschmacks- und geruchsbeeinflussender Stoffe beitragen kann.

Ergänzend kommt eine UV-C-Technologie zum Einsatz, die die Wasserhygiene direkt am Ausgabepunkt unterstützt. Unter definierten Testbedingungen wurde eine Reduktion von bis zu 99,999999 % bestimmter Bakterien nachgewiesen.

Wenn Sie mehr über Wasserspender und passende Lösungen für Ihr Unternehmen erfahren möchten, unterstützen Sie unsere Ansprechpartner gerne bei der Auswahl eines geeigneten Modells für Ihre Anforderungen.