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  • Warum wir unseren Umgang mit Plastikflaschen überdenken sollten

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    Warum wir unseren Umgang mit Plastikflaschen überdenken sollten

    Es ist schwer zu glauben, dass es vor 100 Jahren noch keine Kunststoffe gab, und dass die daraus gefertigten Artikel heute zu den am meisten von uns benutzten Gegenständen gehören.

    Allein in den letzten 70 Jahren haben wir 8,3 Milliarden Tonnen nicht abbaubarer Kunststoffe produziert, die unweigerlich in Deponien, Seen und Stränden auf der ganzen Welt landeten. 8,3 Milliarden Tonnen. Das entspricht der Menge nach einem Berg von 882.000 Eiffeltürmen aus Plastikmüll – eine schier unglaubliche Menge.

    Allein 2016 wurden weltweit 480 Mrd. Flaschen verkauft. Das entspricht einer Million Flaschen pro Minute, und die Menge nimmt noch zu. Die schiere Masse an produzierten Kunststoffflaschen verschlimmert die Umweltprobleme, die schon durch die anderen Kunststoffabfälle verursacht werden.

    Diese Müllepidemie ist ein enormes Problem. Vor kurzem hat Caroline Power, eine weltbekannte Unterwasserfotografin, schockierende Bilder von einer unglaublichen Menge an Plastikansammlungen in der Karibik aufgenommen. Gegenstände wie Flaschen, Besteck und sogar Styroporbecher bedecken kilometerweit das wunderschöne blaue Wasser.

    Caroline Power

    Credits: Caroline Power

    Carolines Bilder haben die sozialen Netzwerke in Aufruhr versetzt und damit die Aufmerksamkeit auf ein Thema gelenkt, das mittlerweile als planetarische Krise bezeichnet wird. Die Auswirkungen dieser Krise können schwerwiegende Auswirkungen auf das Gleichgewicht unserer Meere haben. Erst vor kurzem hat eine weitere bedeutende Meldung aus dem britischen Telegraph dieses Thema auf andere Weise beleuchtet. Eine kanadische Fischercrew fand einen Hummer mit einem auf der Kralle verewigten Pepsi-Logo im Tattoo-Stil. Dies verdeutlicht, wie sehr der Plastikmüll in unseren Ozeanen die Meeresbewohner mittlerweile beeinträchtigt.

    Karissa Lindstrand

    Credits: Karissa Lindstrand

    Deutschland nimmt seine Verantwortung für die Umwelt im internationalen Vergleich sehr ernst. Untersuchungen haben ergeben, dass 68% der Haushaltsabfälle in Deutschland recycelt werden, was die durchschnittliche Recyclingrate der meisten europäischen Länder übertrifft.

    Im letzten Jahr von der University of California durchgeführte Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass 6,3 Mrd. der schätzungsweise 8,3 Mrd. Tonnen Kunststoff, die der Mensch bislang weltweit erzeugt hat, als Müll entsorgt wurden. Noch beunruhigender ist die Tatsache, dass 79% der Abfälle auf Deponien oder in der Natur landeten. Die Wissenschaftler gehen nach besten Schätzungen davon aus, dass bis 2050 12 Mrd. Tonnen Kunststoff produziert sein werden.

    Durch die kontinuierliche Verbesserung unseres Wissens über den langfristigen Nutzen von Recycling und die damit verbundenen Verhaltensänderungen, können wir uns für eine umweltfreundliche Zukunft engagieren.

    Im Vergleich zu anderen üblichen Abfallstoffen wie Styropor und Aluminium benötigt Kunststoff mehrere Generationen, um biologisch abgebaut zu werden. Plastikflaschen brauchen stolze 450 Jahre, bis sie biologisch abgebaut sind. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns alle besser über dieses Thema informieren.

    Wie sieht die Zukunft aus?

    Viele Länder rund um den Globus leisten schlechte Arbeit bei der Bewältigung der von ihnen erzeugten Menge an Kunststoffabfällen. Deutschland zählt aktuell nicht zu den 20 größten globalen Umweltverschmutzern. Viele Länder rund um den Globus leisten deutlich schlechtere Arbeit bei der Bewältigung der von ihnen erzeugten Kunststoffabfälle. Zu den Ländern mit den am schlechtesten entsorgten Kunststoffabfällen gehören China, Indonesien, die Philippinen, Vietnam und Sri Lanka. Die Misswirtschaft bei der Abfallentsorgung ist einer der größten Verursacher von Kunststoffen, von denen viele am Ende in unseren Ozeanen landen.

    Es ist aber noch nicht alles verloren. Viele wollen den Einfluss von Kunststoff auf unsere Umwelt verlangsamen. Und in Deutschland gibt es mit dem Flaschenpfand für PET-Flaschen wie in Dänemark ein Rückgabeprogramm für Plastikflaschen. Es gibt aber auch eine Reihe weiterer Initiativen zur Reduzierung oder Beseitigung von Kunststoffabfällen, wie zum Beispiel:

    • Im Auftrag des Vereins One Earth – One Ocean soll der von einer deutschen Werft gebaute Katamaran „Seekuh“ weltweit als Müllabfuhr der Meere Plastikmüll abfischen und entsorgen.
    • Die in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern vorrangige Verbrennung von Plastikverpackungen soll durch eine neuartige Sortiertechnologie zur hochreinen „Extrahierung“ von PET teilweise ersetzt werden um auch den CO2-Ausstoß zu senken und die Recyclingrate zu erhöhen.
    • Mit Fishing for Litter setzt sich die Umweltorganisation KIMO dafür ein, die Fischer-Industrie in den Einsatz für ein plastikfreies Meer einzubeziehen.
    • in Deutschland verbannen immer mehr Einzelhändler Plastiktüten komplett aus ihren Kassenzonen, oder verlangen zumindest einen Preis dafür. So soll der Verbrauch an Plastiktüten in Deutschland in den kommenden zehn Jahren nahezu halbiert werden.

    Was können wir tun, um zu helfen?

    Da Waterlogic Kunden in 13 Ländern hat, wissen wir, wie wichtig es ist, Kunststoffabfälle auf der ganzen Welt zu reduzieren. Wir haben uns nicht nur der Reduktion von Kunststoffabfällen durch unsere flaschenfreien Produkte verschrieben, sondern auch der Aufklärung von Einzelpersonen und Unternehmen über die Bewirtschaftung und Reduzierung von Kunststoffabfällen. Aus diesem Grund veröffentlichenwir regelmäßig informative Artikel, die auch dazu beitragen, die Menschen über die Umweltauswirkungen von Kunststoff aufzuklären und Ratschläge zu geben, wie man den Kunststoffverbrauch am Arbeitsplatz und zu Hause verringern kann.

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