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Welche Auswirkungen eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr hat, hängt davon ab, wie viel Wasser dem Körper fehlt, wie lange der Flüssigkeitsmangel anhält und ob gleichzeitig auch Mineralstoffe fehlen.
Die Bedeutung von Wasser für den menschlichen Organismus wird deutlich, wenn man sich bewusst macht, dass Wasser mehr als die Hälfte unseres Körpers ausmacht. Bei Kindern sind es im Durchschnitt 60 bis 75 %, bei Männern 60 bis 65 % und bei Frauen 50 bis 55 %. Bei Frauen liegt der Wert in der Regel etwas niedriger, da sie im Vergleich zu Männern häufig einen höheren Körperfettanteil aufweisen. Dabei handelt es sich um Durchschnittswerte. Der individuelle Wasserbedarf und Wasseranteil kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, darunter Körpergewicht, Ernährung, Klima, Flüssigkeitsverluste und Alter.

Das Wasser ist in unserem Körper aber nicht einfach nur gespeichert, sondern übernimmt zahlreiche Funktionen. Über das Blut ist es unter anderem am Transport von Nährstoffen und Sauerstoff im Körper beteiligt. Wasser spielt außerdem eine Rolle bei verschiedenen Ausscheidungs- und Stoffwechselprozessen. Wenn dem Körper zu wenig Flüssigkeit zur Verfügung steht, können diese Prozesse beeinträchtigt werden.
Wasser wird ebenfalls für zahlreiche chemische Prozesse im Körper benötigt, die nur bei bestimmten Stoffkonzentrationen ablaufen können. Auch die Regulierung der Körpertemperatur steht in Zusammenhang mit dem Wasserhaushalt. Je nach Aktivität und Umgebungstemperatur schwitzen wir unterschiedlich stark, um die Körpertemperatur zu regulieren.
Wenn dem Körper ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht, sprechen Fachleute von einer ausgeglichenen Hydration. Wie viel Flüssigkeit dafür erforderlich ist, kann von Person zu Person unterschiedlich sein und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dass viele Menschen im Alltag zu wenig trinken, wird häufig thematisiert.
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann das allgemeine Wohlbefinden sowie verschiedene körperliche und geistige Funktionen unterstützen. Deshalb wird empfohlen, regelmäßig über den Tag verteilt zu trinken.
Wenn man zu wenig trinkt, dehydriert der Körper. Was dadurch für Probleme entstehen, hängt davon ab, wie viel Wasser dem Körper fehlt, wie lange der Mangelzustand anhält und ob gleichzeitig zum Wassermangel auch noch Mineralien fehlen. Dabei lassen sich drei Arten von Dehydrierung unterscheiden:
Als isotone Dehydratation bezeichnet man einen gleichzeitig auftretenden Wasser- und Elektrolytverlust (Mineralstoffe). Von hypertoner Dehydratation spricht man, wenn der Wasserverlust im Verhältnis größer ist, und von hypotoner Dehydratation im umgekehrten Fall.
Sinkt der Körperwasseranteil, kann ein Durstgefühl entstehen. Wer erst bei Durst trinkt, reagiert auf einen bereits bestehenden Flüssigkeitsbedarf. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr über den Tag verteilt kann dabei helfen, den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten.
Im Verlauf einer Dehydrierung verliert der Körper Wasser über verschiedene Wege. Ein Teil wird über den Urin ausgeschieden, weitere Flüssigkeitsverluste entstehen unter anderem über die Atmung und die Haut.

Sinkt der Wasseranteil im Körper, weil zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wird, kann dies verschiedene Körperfunktionen beeinträchtigen. Unter anderem können der Flüssigkeitshaushalt und damit verbundene Transport- und Stoffwechselprozesse beeinflusst werden.
Dies kann sich unter anderem durch Müdigkeit oder eine verminderte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit bemerkbar machen. Da diese Anzeichen unspezifisch sein können, werden sie nicht immer unmittelbar mit einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr in Verbindung gebracht.
Bei einem fortschreitenden Flüssigkeitsmangel können Durstgefühl und ein trockener Mund auftreten. Welche Beschwerden auftreten und wie stark diese ausgeprägt sind, kann von Person zu Person unterschiedlich sein.
Eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr über einen längeren Zeitraum kann mit weiteren Beschwerden verbunden sein. Mögliche Anzeichen können beispielsweise Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden oder Müdigkeit sein. Insbesondere bei älteren Menschen kann es schwieriger sein, Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels rechtzeitig wahrzunehmen, weshalb eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besondere Aufmerksamkeit erfordert.

Was viele aber nicht wissen: Mit einem kräftigen Schluck bei stärkerer Dehydrierung ist es meist nicht getan. Bei einem Verlust von über drei Prozent der Körperflüssigkeit wird zur Re-Hydrierung ein längerer Zeitraum benötigt, der von mehreren Stunden bis zu einem kompletten Tag dauern kann. Die Auswirkungen, wenn man zu wenig trinkt, können andernfalls anhalten.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung geht in ihrer Gesamtwasserbilanz von einer Wasserzufuhr eines Erwachsenen von etwa 2,6 Litern aus. Davon entfallen auf die Nahrung geschätzt knapp 900 Milliliter und ein guter Drittel-Liter auf so genanntes Oxidationswasser, also durch chemische Prozesse im Körper freiwerdendes Wasser.
Damit bleiben also gut 1,5 Liter, die ein normal tätiger Erwachsener täglich über Getränke zuführen sollte. Bei sportlicher, anderer intensiver Aktivität oder auch bei bestimmten Erkrankungen ist darüber hinausgehendes Trinken angesagt, um zusätzliche Flüssigkeitsverluste auszugleichen.
Am besten trinkt man die nötigen 1,5 Liter über den Tag verteilt und stürzt keine großen Mengen auf einmal herunter. Auf handelsübliche Becher, Tassen und Gläser verteilt, sind das ungefähr 6-8 Portionen.
Da viele Menschen ein gestörtes Durstgefühl haben und/oder berufsbedingt nur zu bestimmten Zeiten trinken können, empfiehlt es sich, sich ganz persönliche Rituale anzueignen. Das kann etwa die immer am Tisch stehende Wasser-Karaffe oder Tasse sein, oder die zu bestimmten Zeiten durchgeführte Trinkpause. Auch jeden Tag mit einem Glas Wasser zu beginnen und zu beenden, kann ein guter Weg sein, um mehr zu trinken.

Darüber hinaus kann man sich auch einfach daran erinnern bzw. erinnern lassen, wenn man vermeiden will, dass man zu wenig trinkt. Ob der an den Bildschirm geklebte Notizzettel oder eine E-Mail-Benachrichtigung aufs Smartphone. Seien Sie ruhig etwas kreativ!